Erforderliches Lagervolumen
Jahreszeitliche
Heizölpreisschwankungen und die Staffelung der Heizölpreise nach
der Abnahmemenge können nur dann ausgenutzt werden, wenn freie
Lagerkapazität zur Verfügung steht. Es ist daher sinnvoll, ein
auf den jeweiligen Verbrauch abgestimmtes Lagervolumen vorzusehen.
Bei Ein-, Zwei- und kleineren Mehrfamilienhäusern empfiehlt
es sich, das Lagervolumen dem Jahresbrennstoffbedarf anzupassen.
So benötigt ein 4-Personen-Haushalt in einem noch der Wärmeschutzverordnung
von 1995 errichteten Neubau Mit 100 m² beheizter Wohnflüche für
die zentrale Warmwasserbereitung und die Beheizung nur noch ca.
1.500 Liter Heizöl pro Jahr. Wobei der Gesetzgeber plant, den
Wärmeschutz in seiner nächsten Verordnung noch weiter zu verschärfen.
Ein Tankvolumen von 2.000 Litern ist daher für ein Einfamilienhaus
in aller Regel ausreichend. Überdimensionierte Tankanlagen binden
zudem unnötig Kapital und beanspruchen ggf. zu viel Platz.
Bei der Festlegung des Lagervolumens sollte auch berücksichtigt werden, ob
ggf. ein Anbau oder eine Verbesserung der Wärmedämmung des zu
beheizenden Gebäudes geplant ist. Beides kann einen erheblichen
Einfluß auf den zukünftigen
Heizölverbrauch haben.
Auf dieser Seite können
Sie über sich über die verschiedensten Themen informieren. Klicken
Sie einfach auf die Stichworte zu den Themen.
Benutzen
Sie bitte den ZURÜCK-Bottun ihres Browsers um wieder zu dieser
Übersicht zu gelangen.
Unter diesem Themenbereich werden die verschiedensten Arten von Feuerstätten für feste, flüssige und gasförmige Brennstoffe behandelt. Klicken Sie auf das Thema über das Sie sich informieren möchten.
Unter diesem Themenbereich werden Ihnen die verschiedenen Brennstoffe vorgestellt, die Brennstoffe werden Ihnen hinsichtlich ihrer Umweltbelastung, Heizwerte und Lagerungen bekannt gemacht.
Bauen und Modernisieren, dieser Themenbereich beschäftigt sich mit den obligaten Bescheinigungen zur Landesbauordnung (LBO), Tipps zur Energieeinsparung und weiteren Materien zur CO²-Minderung..
Beginn der Themenbereiche
Ölheizung
Die Ölzentralheizung löste in den 60er Jahren Schritt für Schritt die Einzelfeuerstätten und Kokskessel in Ein- und Mehrfamilienhäusern ab. Anfangs konnte man bereits auf der Straße am "Duft" der Abgase erkennen, dass mit dem Brennstoff Öl geheizt wurde.
Die moderne Verbrennungstechnik mit Spezial-Ölkesseln und Brennern mit Ölvorwärmung verrät sich nur noch am Tankeinfüllstutzen, der in der Nähe der Heizöllagerung aus dem Gebäude herausragt.
Die Ölheizung hat nach wie vor einige Vorteile gegenüber anderen Heizsystemen: Man kann beim Brennstoffkauf handeln, hat üblicherweise einen Vorrat für ca. 1 Jahr im Haus und hat ein langlebiges, technisch relativ unkompliziertes Heizsystem im Haus, mit dem jeder gute Heizungsmonteur umgehen kann.
Der Brennraum eines modernen Heizöl-Spezialkessels ist optimal an die Form der Flamme angepasst.
Es ist heute nicht mehr möglich, sogenannte "Wechselbrandkessel" zu installieren, die auch Festbrennstoffe verheizen können. Der Nachteil dieser Konstruktionen (aus den 60er und 70er Jahren) war der schlechte Wirkungsgrad sowie ungünstige Verbrennungsverhältnisse bei allen eingesetzten Brennstoffen. Übrigens: Ein Ölspezialkessel lässt sich mit verhältnismäßig wenig Aufwand auf Gas umstellen.
Gasheizungen
Die flächendeckende Versorgung mit Erdgas hat innerhalb der letzten zehn Jahre zu einer erheblichen Umstrukturierung der Energieversorgung in der Bundesrepublik Deutschland geführt. Der Anteil der mit Erdgas versorgten Haushalte steigt ständig, in Neubauten liegt die Erdgasversorgung inzwischen an erster Stelle. Großen Anteil an der hohen Akzeptanz von Erdgas haben die modernen raumluftunabhängigen Gasgeräte, die im Haus kaum Platz beanspruchen und deren Abgasführung sehr variabel gestaltet werden kann. Bevor Sie eine Gasheizung installieren lassen, sollten Sie sich von Ihrem Schornsteinfeger über die Möglichkeiten der Abgasabführung informieren lassen.
Bei Altbauten besteht oft die Möglichkeit, den bisher genutzten Schornstein für die spätere Aufstellung eines Kaminofens freizuhalten. Auch wenn Sie sich selbst nicht mit einem Ofen anfreunden können oder wollen: Ein funktionstüchtiger Schornstein im Haus steigert den Verkaufswert insbesondere bei älteren Häusern.
Bei Erdgasanschluss wird sich Ihr Installateur mit dem Schornsteinfeger abstimmen (Gasantrag). Bei Flüssiggas ist eine Anmeldung über das amtliche Formular (Anlage 6) erforderlich. Dieses Formular erhalten Sie im Fachhandel (in Flensburg z.B. Fröbelhaus) oder über Ihren Gasinstallateur.
Die Überprüfung der Gasfeuerstätten und der Abgasführung durch den Schornsteinfeger dient dem Umweltschutz, der Energieeinsparung sowie Ihrer Sicherheit.
Gas-Brennwerttechnik
Gas-Brennwertheizkessel ermöglichen eine bessere Energieausnutzung als herkömmliche Gasheizkessel. Sie nutzen die Kondensationswärme des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes, indem sie die Abgase weit herunterkühlen. Ermöglicht wird dies durch einen relativ einfachen technischen Kniff: Brennwertgeräte arbeiten im Gegenstromprinzip. Das bedeutet, dass der (kalte) Heizungsrücklauf genau an der Stelle in das Gerät eintritt, wo die Abgase austreten. Die Abgase müssen sich dort, von einem Ventilator angetrieben, durch enge Kühlrippen zwängen, in denen sie ihre Restwärme weitgehend abgeben.
Gasbrennwertkessel stellen heute bei neu installierten Geräten den größten Marktanteil und sind technisch ausgereift.
Bei Flüssiggas ist der Brennwerteffekt etwas niedriger (max 8,5 %) , aufgrund des im Vergleich zu Erdgas (max 10 %) erheblich höheren Energiepreises lohnt sich die Investition in Brennwerttechnik aber trotzdem.
Besonders bei Erdgas ist der Wasserdampfanteil im Abgas sehr hoch. Dies liegt an dessen hohen Wasserstoffanteil (ca. 15 %). Während der Verbrennung reagiert der Wasserstoff mit Luftsauerstoff zu Wasser. Pro m³ Erdgas werden ca. 1,6 Liter Wasser "produziert".
Dieses Wasser, zuerst aufgrund der hohen Temperaturen noch dampfförmig, kondensiert an den "kalten" Kesselwandungen des Brennwertkessels. Durch die Kondensation wird Wärme an das Kesselwasser abgegeben und erhöht damit die Heizleistung des Kessels.
Das Kondensat wird anschließend aufgefangen und in die Kanalisation
abgeleitet. Eine Neutralisation des Kondensats von Gasbrennwertkesseln
ist im häuslichen Bereich unter Umständen nicht erforderlich,
da üblicher Weise eine ausreichende
Vermischung mit häuslichen Abwässern stattfindet.
Übrigens: Die von der Industrie angepriesenen Wirkungsgrade von 106 % -108 % werden in der Praxis nur selten erreicht. Außerdem sollte sich der Verbraucher darüber im Klaren sein, dass Brennwertgeräte niemandem etwas schenken: Die Gasversorger stellen ihren Kunden bei der Abrechnung den oberen Heizwert (auch Brennwert genannt ca 11,48 kWh/m³ zum Vergleich unterer Heizwert ca. 10,38 kWh/m³), also auch den Wärmeinhalt des Verbrennungswassers, in Rechnung (ca. 110 %). Trotzdem ist die Brennstoffausnutzung im Vergleich zu herkömmlichen Geräten ca. 8 - 10 % höher.
Offene
Kamine
Offene
Kamine werden heute nur noch relativ selten gebaut. Ihr großer
Nachteil ist der relativ schlechte Wirkungsgrad bei der Verbrennung
vom Brennstoff Holz. Dies ist auch der Grund dafür, dass der Gesetzgeber
die Nutzungszeiten für offene Kamine eingeschränkt hat (Betriebszeit
möglichst max. 2 mal pro Woche für ca. 8 Stunden).
Offene Kamine benötigen eine Verbrennungsluftöffnung nach außen,
einen angemessenen Schornsteindurchmesser sowie einen möglichst
hohen Schornstein, der im Firstbereich münden sollte. Ist nur
einer dieser Kriterien nicht erfüllt, kann es zu Rauch- und Geruchsbelästigungen
innerhalb der Wohnung kommen. Viele dieser Kamine, vornehmlich
in den 60er und 70er Jahren gebaut, werden deshalb nur sehr selten
betrieben. Bei Zugproblemen mit vorhandenen offenen Kaminen oder
um nachträglich den Wirkungsgrad zu erhöhen empfiehlt es sich,
eine Kaminkassette einbauen zu lassen.
Sind allerdings alle baulichen Voraussetzungen erfüllt, kann ein
offener Kamin die wunderbare Stimmung eines offenen Feuers im
Wohnzimmer vermitteln. Der Kaminplatz ist ein Ort der Ruhe und
Beschaulichkeit, wo man im Schein des Feuers mit Gästen plaudert,
einen Wein trinkt, liest oder sich ausruht.
Ein offener Kamin benötigt einen großzügig geschnittenen Aufstellraum.
Die Errichtung eines offenen Kamines sollte nur in Abstimmung
mit dem Schornsteinfeger durch einen Kaminbauer erfolgen. So ist
sichergestellt, dass die Feuerstätte über Jahre hinweg funktionssicher
betrieben werden kann und ein sauberes und einwandfreies Brennverhalten
hat.
Offene Kamine benötigen einen Belag aus nicht brennbaren Baustoffen vor der Feuerraumöffnung. Dieser Belag muß mind. 50 cm vor und mind. 30 cm seitlich der Feuerraumöffnung angebracht sein. Ist der Feueraumboden des Kamines höher als 20 cm über Fußboden, erhöhen sich die o.g. Abstandsmaße entsprechend. Der Belag besteht üblicherweise aus Fliesen, Marmor, Blech oder auch Glas. Die Rückwand hinter dem Kamin muß vor Wärme geschützt sein, gleiches gilt für den Fußboden unter dem Kamin.
Leider
kommt es immer wieder zu Brandschäden durch unsachgemäß
eingebaute Kamine. Der Schornsteinfeger stellt deshalb vor Inbetriebnahme
des Kamins einen Abnahmeschein aus, in dem er die sichere Benutzbarkeit
der Feuerstätte bescheinigt. In besonderen Fällen (z.B. bei angrenzenden
Wänden aus brennbaren Baustoffen) wird er darauf bestehen, die
Ausführung der Arbeiten zu begutachten, bevor der Kaminmantel
geschlossen wird.
Dieser Aufwand geschieht zu Ihrer Sicherheit. Und wenn hinterher das offene Kaminfeuer seine unbeschreibliche Stimmung verbreitet, kann man ruhigen Gewissens diesen Schuss Romantik genießen.
Kaminöfen
Es gibt gute Gründe, sich einen Kaminofen anzuschaffen. Das Spiel mit dem Feuer macht Spaß und schafft ein angenehmes Raumklima. Ins Feuer zu schauen ersetzt den Fernseher. Die Kombination aus Strahlungswärme und Konvektionswärme bringt eine gemütliche Wohnatmosphäre, die Ofenwärme wird optimal und zugfrei verteilt.
Kaminöfen müssen typgeprüft sein (Reg.-Nr.) und sollten mit selbstschließenden Türen ausgerüstet sein (Bauart I). Dann kann man i.d.R. auf Verbrennungsluftöffnungen nach außen verzichten.
Es gibt ein breites Spektrum unterschiedlichster Modelle. Runde oder eckige Bauformen, Kaminöfen für Zimmerecken, Keramik- oder Blechverkleidungen usw.
Der Ort der Ofenaufstellung hat bereits Einfluss auf das Modell:
Soll das Feuer von zwei Seiten sichtbar sein oder kann man den
Ofen so positionieren, dass das Feuer in die richtige Richtung
"guckt"? Helle Farben wirken leicht und integrieren
sich besser in modernes Wohndesign.
Gute Öfen erkennt man an sauberer Verarbeitung (Türen schließen bündig und dicht), außerdem an o.g. heißer Verbrennungsluftführung (Luftöffnungen im Türrahmen halten die Scheibe nur selten sauber) und letztendlich am Gewicht (billige Öfen haben oft dünne Wandungen und wenig Schamottierung). Gerne werden aufpreispflichtige Specksteine als Verkleidung angeboten, die besonders gut die Wärme halten sollen. Das tun sie auch, aber um den Preis der trägeren Aufwärmung. Auch Specksteinöfen halten mangels Masse nicht bis zum nächsten Morgen durch. Und eigentlich möchte man heute die Wärme sofort genießen, nicht erst Stunden nach dem Anzünden. Stecken Sie Ihr Geld lieber in bessere Technik.
Mit Kaminöfen darf man trockenes, stückiges Holz sowie Brikett verbrennen. 2,5 Kilogramm Holz ersetzen ca. 1 Liter Heizöl! Brikett lohnen vom Preis eigentlich nicht, außerdem kann man damit ganz schön seine Nachbarn ärgern! Einzige sinnvolle Anwendung von Brikett ist, vorm Zubettgehen 2 bis 3 Stück in das Glutbett zu legen, die Verbrennungsluft zu drosseln und zu hoffen, daß der Ofen am nächsten Morgen noch warm ist.
Holzvergaserkessel
Das Heizen mit dem Brennstoff Holz ist wieder aktuell geworden, seitdem die Preise für Heizöl und Erdgas extrem angestiegen sind. Wer sich für den Brennstoff Holz entscheidet, muss sich darüber im Klaren sein, dass Holz mehrfach warm macht:
1. Beim Schlagen und Zersägen 2. Beim Spalten 3. Beim Heizen
Von alleine wandert kein Stückchen Holz zum Heizkessel. Neben dem Einsatz von Muskeln und Zeit sollte auch eine gewisse Grundausstattung vorhanden sein: Motorsäge, Spaltaxt (geht auch hydraulisch), Anhänger, Lagerstätte und möglichst ein paar gute Freunde, die mit anpacken. Wer seinen alten Öl- oder Gaskessel komplett entsorgt, um ganz auf Holz umzurüsten, muss wissen: 3000 Liter Heizöl entsprechen in ihrer Wärmeleistung etwa 15 Raummeter (ca. 8 Tonnen) Buchenholz!
Moderne Holzvergaserkessel funktionieren nach folgendem Prinzip: Das Stückholz wird von oben in den Brennraum gelegt. Über ein Gebläse wird Luft (Primärluft) von oben durch das Holz gedrückt. Im unteren Teil des Kessels findet die Verbrennung statt: In einem Keramikblock wird das freigesetzte Holzgas verbrannt. Die Keramiksteine heizen sich dabei rotglühend auf und bewirken unter Zugabe von Sekundärluft eine optimale Nachverbrennung. Wichtig: Holzvergaserkessel vertragen keine Kohle, Koks, ungeordnete Holzreste oder Sägespäne. Holzvergaserkessel sind für Häuser mit geringem Energiebedarf nur in Verbindung mit großen Pufferspeichern geeignet. Die Lage der Schornsteinmündung sollte möglichst hoch und weit von Fenstern entfernt sein, hinter denen Wohnräume liegen. Auch sollte bei der Planung die vorherrschende Windrichtung beachtet werden. Selbst bei optimalem Betrieb kann es zeitweise zu Rauch- und Geruchsbelästigungen kommen (besonders beim Anheizen).
Moderne Holzkessel bieten beim Emissionsverhalten und im Dauerbrandverhalten große Vorteile gegenüber alten "Feststoffkesseln", die meisten eher für Koks und Kohle konstruiert wurden. Allerdings lassen sich Holzkessel nicht besonders gut "gleitend regeln" wie z.B. moderne Öl- oder Gasheizungen. Es ist deshalb ratsam, sich einen sogenannten "Pufferspeicher" neben dem Heizkessel installieren zu lassen, der überschüssige Wärme auffängt. Die Größe dieses Speichers muss mind. 25 Liter pro kW Heizleistung haben, möglichst aber das Doppelte. Je größer dieser Speicher, umso komfortabler ist das Heizen mit Holz: Wer in der Übergangszeit seinen 3000-Liter-Speicher auf 85°C aufheizt, kann dann für einige Tage den Heizkessel auslassen und speist sein Heizsystem aus dem "heißen" Vorrat. Weiterer Vorteil: Der Holzvergaserkessel fährt während der gesamten Betriebszeit optimale Volllast bei hohen Verbrennungstemperaturen. Die Emissionen bleiben gering und die Nachbarn klagen nicht über Rauchbelästigungen, die bei Festbrennstoffen im Teillastbetrieb (Verbrennungsluftmangel) unvermeidlich sind.
Bevor Sie sich einen Holzvergaserkessel kaufen, sollten Sie Ihren Bez.-Schornsteinfegermeister um Rat fragen. Er wird die erforderliche Schornsteinhöhe und den Querschnitt des Schornsteines festlegen oder prüfen, ob Ihr vorhandener Schornstein geeignet ist. Lassen Sie sich von Ihrem Heizungsbaumeister ausführlich beraten und wählen Sie nicht die Minimallösung. Optimal ist es, wenn der Aufstellraum von außen zugänglich ist (oder möchten Sie 15 Raummeter Holz die Kellertreppe heruntertragen?). Außerdem kommt es beim Nachlegen von Holz konstruktionsbedingt oft zu Rauchgasaustritt aus der Fülltür, der sich dann im ganzen Haus verteilen würde.
Heizen mit Holz
Wird unser Wald jetzt verheizt? Wird die Umwelt wieder mehr belastet? Nein, ganz im Gegenteil, die Nutzung von Brennholz (Schwachholz) unterstützt sogar indirekt das Wachstum des Waldes und ist so gesehen ein Beitrag zum Umweltschutz. Wer mit Holz heizt, schadet dem Wald in keiner Weise. Für gesundes Wachstum müssen Wälder regelmäßig durchgeforstet werden. Zusammen mit dem Bruchholz, das durch Stürme anfällt, bildet Holz ein optimales Heizmaterial. Nur etwa 5% des gesamten Nutzholzes werden als Brennmaterial genutzt. Auch in Bezug auf Kohlendioxid (CO²) besteht kein Anlaß zur Beunruhigung. Zwar entsteht bei der Verbrennung von Holz Kohlendioxid, allerdings dieselbe Menge, die das junge Holz für sein Wachstum benötigt hat. Die CO²-Bilanz ist bei der Verbrennung von Holz deshalb ausgeglichen. Übrigens: Würde das Holz im Wald dem Verrottungsprozeß ausgesetzt, wird die gleiche Menge an CO² freigesetzt wie bei der Verbrennung - nur langsamer.
Bei der Verbrennung von Ressourcen (Öl, Gas, Kohle) greift die Menschheit auf uralte Kohlenstofflager zurück. Erst die Entstehung dieser Vorkommen vor Millionen von Jahres hat dafür gesorgt, dass unsere Atmosphäre CO²-arm und sauerstoffreich wurde. Damit wurde die Entwicklung von Lebewesen, die auf Sauerstoff angewiesen sind, erst möglich. Die Verbrennung großer Teile dieser Vorkommen, insbesondere seit der Industrialisierung, hat zu einem explosionsartigen Anstieg des CO²-Gehaltes in der Atmosphäre und damit zu einer globalen Erwärmung geführt, die weiter rasant fortschreitet. Die Verbrennung von Holz und anderer Biomasse (Rapsöl, Torf, Stroh) hat an diesem Prozeß keinen Anteil! Es werden außerdem weder Schwefel noch Schwermetalle freigesetzt.
So wird der Wald (und Ihr Nachbar) nicht sauer:
Verwenden Sie Papier nur zum Anzünden, besser und zuverlässiger sind spezielle umweltfreundliche Anzünder (z.B. wachsgetränkte Kokosfasern)!
Sorgen Sie für ausreichende Verbrennungsluftzufuhr!
Verbrennen Sie kein Altpapier oder Abfälle! Heizen Sie nur mit lufttrockenem, sauberem, unbehandeltem und gespaltenem Brennholz!
Verheizen Sie keinen Holzabfall!
Befolgen Sie die Bedienungsanleitung Ihrer Feuerstätte!
Sorgen Sie für ausreichende Luftzufuhr! Holz muss mit Flamme verbrennen!
Verwenden Sie Kaminöfen und Kamine mit geschlossenen Türen!
Verwenden Sie nur Brennstoffe die für Ihre Feuerstätte geeignet sind.
Beachten Sie unsere Tipps zur Holzlagerung
Tipp: Für Offene Kamine ist Nadelholz wenig geeignet, da es während der Verbrennung häufig zu kleinen "Knalleffekten" kommt, die glühende Holzstückchen durch den ganzen Raum katapultieren. Bewährt hat sich Buche, Birke, Esche und Eiche. Pappel, Tanne und Weide haben relativ wenig Heizwert.
Erdgas
Erdgas gilt als saubere Energie. Nicht zuletzt der verschwindend geringe Schwefelanteil sowie die im Gegensatz zu Heizöl und Kohle geringeren CO²-Emissionen sprechen für diesen Brennstoff. Weiterer Vorteil ist der Verzicht auf Brennstofflagerräume.
Wer sich für Erdgas interessiert, sollte zuerst seinen Gasversorger
(im Norden die Schleswag oder die örtlichen Stadtwerke) kontaktieren.
Hier erhalten Sie Informationen über die Hausanschlusskosten
und Anschlussmöglichkeiten. Nicht
überall sind Erdgasleitungen verlegt, so dass evtl. auf Flüssiggas
ausgewichen werden muss. Eine spätere Umrüstung von Flüssig- auf
Erdgas ist problemlos möglich
Erdgas verbrennt mit bläulicher Flamme und weitgehend rußfrei
Schornsteinfeger und Erdgas Was hat der Schornsteinfeger mit Erdgas zu tun? Eine berechtigte Frage, denn ein Großteil der modernen Gasgeräte haben gar keinen Schornstein mehr. Die Abgase werden über ein senkrechtes Luft/Abgassystem über Dach geleitet. Ein richtiger Schornstein ist hier gar nicht mehr notwendig.
Allerdings gibt es für die Führung der Abgasleitung diverse baurechtliche
Vorschriften, deren Einhaltung vom Schornsteinfeger überwacht
werden. Vor Installation eines Gasgerätes setzt sich der Installateur
mit dem Schornsteinfeger in Verbindung. Dieser prüft, ob die geplante
Anlage den technischen Regeln für Gasinstallationen (TRGI), der
Feuerungsverordnung (FeuVO) und den brandschutztechnischen Vorschriften
(LBO) entspricht und unterschreibt nach eingehender Prüfung den
vorgelegten Gasantrag. Der Gasantrag wird i.d.R. zusammen mit
dem Antrag für den Hausanschluss
vom Installateur beim Gasversorgungsunternehmen eingereicht.
Nach Inbetriebnahme der Feuerstätte wird die Einhaltung der o.g. Vorgaben vom Schornsteinfeger überprüft und bescheinigt. Gasgeräte werden anschließend, je nach Bauart und Nutzungsart, jährlich bzw. im Zweijahresrhythmus überprüft. Diese Abgaswegüberprüfungen dienen der Sicherheit des Betreibers der Feuerstätte und natürlich auch dem Umweltschutz und der Energieeinsparung.
Was
ist zu tun, wenn es mal nach Gas riecht?
Keine
Panik! Erdgas riecht dank des beigemengten Duftstoffes so intensiv,
dass selbst kleinste Gasmengen wahrgenommen werden. Schlägt Ihre
Nase also Alarm, ist das noch kein Grund zur Panik. Bleiben Sie
ruhig und beachten Sie folgende Punkte:
1.
Keine Flammen, keine Funken!
Also
Zigaretten aus, kein Feuerzeug oder Streichhölzer benutzen. Auch
an elektrischen Geräten können Funken entstehen. Deshalb: Licht-
und Geräteschalter nicht mehr betätigen, keine Stecker aus der
Steckdose ziehen. Kein Telefon im Haus benutzen!
2.
Fenster auf!
Frische
Luft senkt die Gaskonzentration im Raum. Wenn möglich, Kellerfenster
von außen öffnen. Wichtig: Auf keinen Fall die Dunstabzugshaube
oder einen Ventilator benutzen - Funkenbildung!
3.
Gashahn zu!
Schließen Sie die Absperreinrichtungen der Gasleitung!
4.
Mitbewohner warnen!
Wichtig: Klopfen, nicht klingeln! Und verlassen Sie so schnell
wie möglich das Haus!
5.
Bereitschaftsdienst anrufen- von außerhalb des Hauses!
Ihr Gasversorgungsunternehmen ist rund um die Uhr für Sie erreichbar
und schnell zur Stelle. Dieser Sicherheitsservice kostet Sie keinen
Pfennig - auch wenn es "falscher Alarm" gewesen sein
sollte.
Heizöl EL
Heizöl EL(EL steht für extra leichtflüssig) ist ein hochwertiges Raffinerieprodukt aus der Rohölvearbeitung. Die Mindestanforderungen an Heizöl EL sind in der DIN 51 603-1 festgelegt. Der Energieinhalt von Heizöl EL beträgt mindestens 42,6 MJ/kg (rd. 10,08 kWh/I), bezogen auf den Heizwert (Hu). Übrigens: Diese Norm verbietet die Aufarbeitung von Altöl zu Heizöl EL (Zweitraffinat) sowie die Beimischung chlorhaltiger Stoffe und anorganischer Säuren. Dies bedeutet, Heizöl EL darf zuvor zu keinem anderen Zweck verwendet worden sein.
Heizöl EL ist immer noch eine relativ preisgünstige Heizenergie. Die Preisbildung unterliegt marktwirtschaftlichen Prinzipien, d. h., es gilt das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Es steht dem Verbraucher frei, Zeitpunkt, Liefermenge und den Lieferanten selbst zu wählen. Im Gegensatz zu leitungsgebundenen Energieträgern wird keine monatliche Grundgebühr fällig.
Wie lange wird es noch Heizöl geben ?
Heizöl
ist ein fossiler Brennstoff, d.h. er ist in Millionen von Jahren
durch Sedimentablagerungen organischer Substanzen unter Luftabschluss
und hohem Druck entstanden. Die Bundesrepublik Deutschland ist
auf Ölimporte angewiesen. Der größte Anteil dieser Importe stammt
übrigens nicht, wie häufig angenommen, aus Saudi-Arabien, sondern
aus der Nordsee
Flüssiggas ist ein fossiler Brennstoff, d.h. er ist in Millionen von Jahren durch Sedimentablagerungen organischer Substanzen unter Luftabschluß und hohem Druck als Bestandteil von Rohöl entstanden.
Heizen mit Flüssiggas
Eine moderne Flüssiggasheizung ist sicher, sauber und komfortabel. Das Flüssiggas wird in Stahltanks gelagert, die entweder erdgedeckt oder oberirdisch aufgestellt werden können. Abhängig vom Jahresenergiebedarf stehen für den privaten Bedarf unterschiedliche Tankgrößen zur Verfügung. Es empfiehlt sich, die Tankgröße auf den Jahresbedarf abzustimmen, um nicht im Winter auf Lieferungen angewiesen zu sein.
Die Lieferung
von Flüssiggas erfolgt, ähnlich wie beim Heizöl, durch Tankwagen.
Allerdings muss Flüssiggas stetig
unter Druck gehalten werden (ca. 8 bar). Dieser Umstand erfordert
einen höheren Transport- und Betankungsaufwand als beim Heizöl.
Während des Betankens müssen Sicherheitsauflagen eingehalten werden.
Für ein neu gebautes Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von ca. 120m² und 4 Personen sollte man ein Tankvolumen von ca. 3000 Litern vorsehen (entspricht ca. 2000 Litern Heizöl). Tabelle zeigt die gängigen Tankgrößen an.
|
Inhalt |
Füllmenge |
Länge |
Durchmesser |
|
1,2 t |
2350 l |
2,5m |
1,25 m |
|
2,1 t |
4120 l |
4,3m |
1,25 m |
|
2,9 t |
5440 l |
5,5m |
1,25 m |
Lagerung von Flüssiggas
Flüssiggas wird in Druckbehältern gelagert. Dies können Gasflaschen sein (für Gewerbe, Kochen, Camping usw.) oder auch größere Flüssiggastanks, die im Garten aufgestellt oder vollständig im Erdreich eingelassen werden. Flüssiggasbehälteranlagen müssen durch Sachverständige, Sachkundige und/oder durch autorisierte Fachbetriebe (abhängig von der Art der jeweils durchzuführenden Prüfung) auf einwandfreien Zustand überprüft werden. Eine Im Umkreis von oberirdischen sowie unterirdischen Gastanks müssen sogenannte "Schutzzonen" eingerichtet werden (definiert in der "Landesverordnung über Feuerungsanlagen, FeuVO). Der explosionsgefärdete Bereich unterteilt sich in einen ständig einzuhaltenden Bereich (Schutzzone "A" sowie einen temporären Bereich (Schutzzone "B"), der nur während der Befüllung einzuhalten ist.
Schutzzone A: Bei oberirdischer Aufstellung 1 Meter kugelförmig um die Füllarmaturen reichende Schutzzone, in der Zündquellen zu vermeiden sind. Bei unterirdischen Tanks beschränkt sich der Bereich auf den Domschacht. Dieser Bereich darf sich nicht auf Nachbargrundstücke oder öffentliche Verkehrsflächen erstrecken.
Schutzzone B: Bei ober- sowie unterirdischer Aufstellung 3 Meter im Radius um die Füllarmaturen reichende Schutzzone. Dieser Bereich darf während der Befüllung von Dritten nicht betreten oder durchfahren werden. Außerdem dürfen sich im Bereich B keine offenen Kanäle, Luftansaugöffnungen, ungeschützte Kanaleinläufe oder Öffnungen zu tiefer liegenden Räumen (Kellerschächte) befinden. Während des Befüllvorganges erweitert sich der Abstand zu o.g. Öffnungen sogar auf einen Radius von 5 Metern (vorhandene Öffnungen müssen während des Betankens abgedeckt werden). Oberirdisch im Freien aufgestellte Flüssiggas-Behälter müssen zudem, falls in der Umgebung eine Brandlast (Carport, Holzhaus o.ä.) besteht, vor dieser geschützt sein.
Umrechnung von Flüssiggaspreisen
Liter, Kilogramm, Kubikmeter? Der Preis von Flüssiggas läßt sich für den Laien nur schwer mit dem Preis von Heizöl und Erdgas vergleichen. Ein Liter Flüssiggas enthält deutlich weniger Energie als ein Liter Heizöl oder ein m³ Erdgas. Vergleichbar ist jedoch der Preis pro kW/h (Wärmeinhalt). Ein Liter Flüssiggas wiegt 510 Gramm und enthält 6,6 kW/h. Zum Vergleich: Ein Liter Heizöl enthält 10 kW/h Energie. Kostet der Liter Flüssiggas 80 Pfennige, dann ergibt sich ein kw/h-Preis von 12,2 Pfennig. Kostet ein Liter Heizöl 80 Pfennige, dann beträgt der kW/h-Preis 8 Pfennig. Manche Flüssiggaslieferanten rechnen in Kubikmetern ab. Ein m³ Flüssiggas entspricht 3,93 Litern.
Üblicherweise liegt der Flüssiggaspreis höher als der Heizölpreis, so dass sich eine erhebliche Preisdifferenz zu Ungunsten von Flüssiggas ergibt. In die Entscheidung für einen Brennstoff müssen natürlich noch weitere Faktoren einfließen als der reine Brennstoffpreis: Ölheizungen haben einen höheren Platzbedarf und benötigen einen Schornstein (mit Ausnahme von wandhängenden Öl-Kesselthermen).
Wenn die Entscheidung für die Beheizung mit Flüssiggas gefallen ist, muss man sich entscheiden, ob man sich einen Tank kauft oder mietet. Beides hat Vor- bzw. Nachteile. Beim Kauf eines Tanks fallen wiederkehrende Kosten für die Tankrevisionen an. Der Vorteil: Man bindet sich nicht an einen Flüssiggaslieferanten und zahlt keine Tankmiete (bis zu 50,- DM/Monat!). Eine Tankmiete geht immer mit einer festen Bindung an den Brennstofflieferanten einher, der den Preis für Brennstoff und Miete festlegt. Interessante Tipps zu diesem Thema finden Sie unter www.fluessiggasboerse.de.
|